1993

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Es war ein Jubiläumsjahr. Es war ein starkes Jahr. Unser  Verein, gegründet  1958,  wurde 35 Jahre  alt.

 Ein besonderer Anlass, für unsere Mitglieder eine Palette von Veranstaltungen anzubieten und durchzuführen.
Die Vereinsjugend verbrachte mit insgesamt 34 Teilnehmern ein Sommerwochenende im Freizeitgelände des Landessportbundes in Hinsbeck, wo ein großes Sport,- Spiel,- Spaßangebot zur Verfügung stand.
Übernachtet wurde in mehreren Ganzdachholzhäusern, welche schon beim Anblick den Flair des Abenteuers wiederspiegelten. Die Begeisterung war den Kindern buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

 An einem sonnigen Septembersonntag wurde für unsere Jugendgruppe ein Grilltag in Bochum-Dahlhausen, in der Nähe der Ruhr, durchgeführt.
Auf dem Gelände eines großen Abenteuerspielplatzes stand der Grill den ganzen Tag bereit, um die vielen hungrigen Mäuler zu stopfen. Es gab Würstchen und Koteletts ohne Ende. Sogar die am späten Nachmittag eintreffenden Eltern konnten noch reichlich versorgt werden. Natürlich war auch die gut bestückte Getränkebar allzeit geöffnet. Für jeden Geschmack war etwas dabei.

 Die alljährliche Weihnachtsfeier unserer Jugend wurde in diesem Jahr, nachdem bereits eine Reihe von Veranstaltungsstätten ausprobiert wurden und sich immer als zu klein erwiesen, erneut in einer neuen Umgebung veranstaltet.
Die Stadt Bochum stellte uns in diesem Jahr kostenlos mehrere große Räume des Bürger-Freizeithauses in Bochum-Hamme zur Verfügung.
In dieser geräumigen Umgebung konnte sogar ein Theaterstück für unsere "Kleinen" aufgeführt werden.
Als Höhepunkt des Nachmittags wurde das Szenarium >> Die Milchstrassenerkältung <<, das von verschiedenen Eltern und Jugendlichen vorgeführt wurde, bezeichnet. Am Ende der Aufführung erhielt das JC-Laientheater einen donnernden Applaus.
Der Nikolaus verteilte anschließend Weihnachtstüten und Präsente an die Kinder.

 Auch die Vereinsmeisterschaft der Schülerabteilung konnte als gelungen bezeichnet werden. 14 Mädchen und 23 Jungen kämpften auf zwei Matten in unserer Halle um die Vereinstitel in 8 Gewichtsklassen.Innerhalb von 2 1/2 Stunden wurden vor über 50 Zuschauern 61 Kämpfe ausgetragen.
Folgende Vereinsmeister standen nach den Kämpfen fest:
männlich                                           weiblich
Klasse bis 24 kg: Okan Köse          Klasse bis 30 kg: Nina Rynio
Klasse bis 30 kg: Jens Czichon         Klasse bis 50 kg: Kerstin Grieger
Klasse bis 33 kg: Daniel Rieboldt    Klasse über 60 kg: Jennifer Nowoczyn
Klasse bis 36 kg: Koray Ahiskali
Klasse bis 45 kg: Tolga Ahiskali

Die Vereinsmeisterschaft wurde zum Anlass genommen, die besten Wettkämpfer des Jahres 1993 zu ehren.
Den Wanderpokal für den besten Techniker des Jahres, der vom 1. Vorsitzenden Jürgen Schmidt 1992 gestiftet wurde, konnte in diesem Jahr an Kerstin Grieger vergeben werden.
Sie wurde im Jahr 1993 Vereins-, Stadt-, Kreis- und Bezirksmeisterin. Ferner konnte sie auf  zwei weiteren Bezirksturnieren den 1. Platz belegen.
Zusätzlich wurden die besten Wettkämpfer der verschiedenen Altersklassen geehrt. Diese erhielten jeweils einen Buchpreis.
Beste Kämpferin der C-Jugend: Kerstin Grieger
Beste Kämpferin der B-Jugend: Anke Grieger
Beste Kämpferin der D-Jugend: Eda Köse.
In der B-Jugend teilten sich bei den Jungen 2 Kämpfer den 1. Platz: Koray Ahiskali und Philipp Geisler. Bester Kämpfer der C-Jugend war Tolga Ahiskali.

 Die Erwachsenen verbrachten Ende Oktober ein Wochenende in der Jugendherberge von Winterberg. Es war schon recht kalt mit Nachtfrost. Dies sollte uns jedoch nicht abhalten, in der geräumigen und gemütlichen Grillhütte, die durch einen offenen Grillkamin schnell auf Temperatur gebracht wurde, zwei Abende bei Spezialitäten vom Grill und Bier vom Fass zu verbringen. Die hier Anwesenden sprachen Zufriedenheit aus und wollten gerne ein so gemütliches Beisammensein wiederholen.

 Für die B-Jugend des Judokreises Bochum/Eneppe konnte am 26. September ein Jubiläumsturnier in der Turnhalle an der Max-Greve-Straße ausgerichtet werden.
Mit insgesamt 58 Teilnehmern war dieses Turnier eher mäßig besucht, aber dennoch war die Organisation und vor allem die Cafeteria vorzüglich eingerichtet.
Das Startgeld wurde durch die Kosten für die Kampfrichter und für das DRK gänzlich aufgezehrt. Durch den Verkaufsstand konnte jedoch ein kleines Plus in Höhe von DM  200.- erwirtschaftet werden.

 Auch die diesjährige Stadtmeisterschaft lag an zwei Tagen ganz in unseren Händen. Verschiedene Mütter unserer Vereinsjugend zauberten ein Buffet, welches nicht nur bei den Aktiven, sondern auch bei den Zuschauern einen sehr grossen Anklang fand. Besonders die türkischen Spezialitäten waren als kulinarische Genüsse besonders gefragt. Von verschiedenen Vereinsvertretern war zu hören, dass unser Angebot seit Jahren das Beste war.
An den beiden Tagen kämpften insgesamt 170 Aktive um die Stadtmeistertitel.
In der Gesamtwertung von den zehn teilnehmenden Vereinen standen wir nach Abschluss der Kämpfe mit 7 Gold-, 7 Silber- und 1 Bronzemedaille auf Platz drei der Tabelle. Für den Anfang ein beachtlicher Einstieg.
Diese Veranstaltung war seit vielen Jahren die Größte, die unserer Verein ausgerichtet hat. Nicht nur, dass für unsere Vereinskasse ein Reingewinn von DM 1.900.- erzielt wurde, sondern wir haben als Judoverein gezeigt, dass wir wieder da sind und wie in alten Zeiten mitmischen können und in Zukunft werden.
Unser Name wurde wieder bekannt. Sogar die Bochumer Presse berichtete über diese Veranstaltung positiv in großen Berichten.

 Im November wurde eine Abordnung der PSV-Schülerabteilung zu einem Freundschaftskampf empfangen. Nach gemeinsamer Aufwärmarbeit wurden einige Wettkampfbodentechniken geübt. Bei den zwei durchgeführten Mannschaftskämpfen konnte unser Team ein Ergebnis von 8 : 2 und 7 : 3 erzielen.

 Unser Vereinsname war im abgelaufenen Jahr mehrfach mit grossen Bildberichten in den Tageszeitungen zu finden. Die Bochumer Ruhrnachrichten und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung brachten Schlagzeilen wie >> Den Kindern positive Erlebnisse vermitteln << oder
>> Immer mehr Jugendliche lieben den sanften Weg <<.
Die Pressevertreter kamen mit Fotografen in unser Dojo und machten sich vor Ort ein Bild von unserem Jugendtraining und der Jugendarbeit.

 Bei den übrigen Wettkampfveranstaltungen, die für die einzelnen Jugendgruppen im abgelaufenen Jahr angeboten wurden, waren Aktive unseres Vereins immer vertreten.
Es konnten von unseren jungen Wettkämpfern viele Titel vom Kreis- bis zum Bezirksmeister errungen werden.
Besonders zu erwähnen sei an dieser Stelle Anke Grieger, welche seit vielen Jahren wieder eine Wettkämpferin war, die bei der Westdeutschen Einzelmeisterschaft mitkämpfte und zudem einen guten 7. Platz erringen konnte. Ferner war sie Mitglied der Bochumer Mannschaft bei der Ruhrolympiade in Oberhausen.
Die Namen Anke und Kerstin Grieger sowie Koray und Tolga Ahiskali waren ständig in der Presse zu lesen. Man kann an dieser Stelle sagen, dass diese Wettkämpfer im Jugendbereich das Aushängeschild unseres Vereins waren.

 Der Seniorenmannschaft gelang im Jahr 1992 der so lange gewünschten Aufstieg in die Landesliga, in der 1993 gekämpft wurde. Die Kämpfe aber fielen nicht so glücklich aus, wie es von uns erträumt wurde. Im Wettkampfverlauf verlief alles gegen uns.
Durch Krankheiten, Verletzungen und Urlaub von verschiedenen Stammkämpfern sah das Ergebnis entsprechend schlecht aus. Auch der nötige Idealismus von verschiedenen Mannschaftsangehörigen fehlte einfach. Es kam oftmals vor, dass verschiedene Kämpfer sich gar nicht meldeten oder andere unter schwachen Ausreden nicht am Kampftag erschienen. Bereits nach dem 2. Kampftag war der Abstieg so gut wie besiegelt.
Aber wir waren uns sicher, dass im Wettkampfjahr 1994 unsere Mannschaft wieder, wie in fast zwei Jahrzehnten zuvor, in der Bezirksliga  "hoffentlich erfolgreicher" anzutreffen werde.
Der Mannschaft gehörten an: Jürgen Schmidt ( bis 60 kg ), Holger Altmeyer ( bis 65 kg ), Dietmar Steiner und Gösta Tamm ( bis 71 kg ), Lothar Matzek, Michael Dierich, Detlef Müller und Thomas Kohl ( bis 78 kg ), Martin Dierich und Günter Röder ( bis 86 kg ), Harry Rinner ( bis 95 kg ) und Andre Haupt ( über 95 kg ).

 Bei den zwei durchgeführten Gürtelprüfungen im Judo stellten sich insgesamt 46 Prüflinge den Prüfungskommissionen. Hier konnten 20 x der gelbe, 10 x der orangene, 12 x der grüne und 4 x der blaue Gürtel vergeben werden.

 Einzelne Personen unseres Vereins waren neben den Wettkämpfen zusätzlich bei Lehrgängen aktiv. Es konnten die verschiedensten Lizenzen erreicht werden.
Sportkamerad Martin Dierich erhielt nach erfolgreicher Prüfung im Bundesleistungszentrum in Köln seine Trainer C- Lizenz für den Fachbereich Judo.
Jürgen Schmidt bestand in der Trainerakademie des Deutschen Judobundes in Köln seine Prüfung zum Trainer B für den Fachbereich Judo. Ferner bestand er in Dortmund seine Prüfung zum Kreiskampfrichteranwärter.
Ihre Lizenzen zur Abnahmeberechtigung für Farbgürtelprüfungen im Judo verlängerten Dietmar Steiner und Jürgen Schmidt.
Als neue Danträger konnten im November die Brüder Martin und Michael Dierich beglückwünscht werden. Sie erreichten in Duisburg ihren 1. Dan im Judo.

 Positive Ereignisse konnte auch unsere Jiu-Jitsu-Abteilung vermelden.
Es wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr vier Selbstverteidigungskurse für Frauen durchgeführt.
Circa 80 Frauen im Alter zwischen 15 und 52 Jahren trainierten unter dem Motto
>> Frauen sind keine Opfer, sie werden dazu gemacht << in jeweils 10 wöchigen Kursen für den Ernstfall. Von diesen Frauen konnten insgesamt 16 für unseren Verein gewonnen werden. Sie trainierten als Mitglieder regelmässig und mit gutem Erfolg in der spontan eingerichteten Jiu-Jitsu-Frauengruppe.

 Für die Jiu-Jitsu-Männergruppe konnte in der Person von Armin Dohm
( 2. Dan Jiu-Jitsu ) ein neuer Trainer gewonnen werden.
Bei der im März durchgeführten Gürtelprüfung im Jiu-Jitsu konnte 1x der Grün, 4x der Orange- und 2x der Gelbgurt vergeben werden.

 Im Jugendbereich wurde Christian Kernbach als Gruppenhelfer eingesetzt. Nach Erhalt seiner Trainer C-Lizenz war er bis 1998 als Trainer im Jugendbereich tätig.

 Um Wettkämpfe ausrichten zu können, werden eine Reihe von Materialien benötigt.
Da die Vereinskasse in diesem Jahr gut gefüllt war, wurden 1 Personenwaage, drei Wettkampfanzeigetafeln, ein großer Verbandskasten, 5 Tischstoppuhren und diverse Kampfrichterfahnen angeschafft.
Mit diesen Dingen war es uns möglich, eine Veranstaltung auf drei Wettkampfmatten durchzuführen.

 Was für unseren Verein neben den  z.Zt. fast 300 qm vorhandenen Judomatten bei den ständig steigenden Mitgliederzahlen ebenso wichtig war, waren Trainingszeiten. Seit fast 25 Jahren, in denen wir in der Sporthalle an der Gahlenschen Straße trainierten, standen uns immer nur 8 Zeitstunden in der Woche zur Verfügung.
Nach längeren Verhandlungen mit der Stadt Bochum war es uns endlich gelungen, nun über 14 Trainingsstunden in der Woche zu verfügen.
Aber selbst diese Stundenzahl war noch zu gering, was die Praxis im abgelaufenen Jahr gezeigt hat.

 In einem Pilotprojekt führten wir an einigen Mittwochnachmittagen Judo für Kleinkinder im Alter von drei bis fünf Jahren durch. Es war wie sich zeigte, mit den sieben regelmässig teilnehmenden Kindern ein nicht immer sehr leichtes Unterfangen. Man musste vor allem Idealist sein und sehr viel Geduld aufbringen. Ferner musste man an der richtigen Stelle, aber vor allem zur richtigen Zeit in der Lage sein, auf einen anderen Themenbereich zu wechseln, um nicht der Langeweile eine Chance zu geben.
Abschließend jedoch muss gesagt werden, dass die Gruppe auf  spielerischer Art Bewegungsformen der Fallschule, verschiedene Haltetechniken und einen Judowurf erlernte.

 Bei der in diesem Jahr durchgeführten Judosafari für die Schülerabteilung nahmen
27 Kinder teil. An einem Nachmittag trafen wir uns auf dem Sportplatz der Fußballvereines SV Phönix um den leichtathletischen Teil durchzuführen.
In unserer Sporthalle fanden während des Trainings die Judowettkämpfe statt.
Die kreativen Aufgaben mussten die Kinder in Heimarbeit erledigen.Je nach Alter und Leistung erhielten die Kinder dann bunte Stoffaufnäher mit Tiermotiven für die Judojacke und grosse bunte Urkunden.


Anke Grieger bei der Vermittlung der Fallschule


Unsere Jugendgruppen


Siegerehrung der Vereinsbesten durch unsere Jugendleiterin Uschi Krause