Gründung 1958

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Am 15. Oktober 1958 wurde im Lokal  " Haus Ehrenfeld "  die Gründungsversammlung durch  Walter Kirgis einberufen.

  Die Gründungsmitglieder waren:
  Walter Kirgis:   1. Vorsitzender
  Manfred Ruland:  2. Vorsitzender
  Walter Kirgis:   Geschäftsführer
  Leonard Tanner:  1. Kassierer
  Günter Kirgis:   Hauptsportwart
  Walter Kirgis:   Sozialwart
  Klaus Karpinski: Jugendwart
  Werner Happe:  Pressewart

 Weiterhin waren folgende Mitglieder anwesend, die nicht dem neuen Vorstand angehörten: Horst Möller, Bernd Möller, Gustav Vogelsang und Gerhard Wendmann.

  Nach Verlesung der Vereinssatzung wurde der o.a. Vorstand gewählt. Das waren also die Männer, die die Geschicke unseres Vereins lenken sollten. Sie sollten aber auch gleichzeitig, denn es waren erstklassige Judokämpfer, das Training des Vereins in der katholischen Volksschule an der Hiltroper Straße leiten. Durch den nun gegründeten Verein sollte versucht werden, neuen Glanz in den Bochumer Judosport zu bringen.
Eine der ersten Anfangsschwierigkeiten war die Beschaffung der Judomatte, für die immerhin der stolze Preis von DM 1.700.- aufgebracht werden musste. Dies war für den Verein ohne finanzielle Rückendeckung eine schwierige Aufgabe.

  Nach durchgeführter Vorarbeit von W. Kirgis stand dem Verein bereits am Tag nach der Gründung der Zuschuss der Stadt Bochum in Höhe von DM 700.- zur Verfügung. Der Anfang war also gemacht. Ein Großteil des Geldes wurde von der Landesregierung zur Verfügung gestellt, und der letzte Restbetrag wurde aus dem geringen Eigenkapital der Vereinskasse gezaubert. Jedenfalls war nach 20 Tagen zu verzeichnen, dass eine komplette Judomatte in der Turnhalle zur Verfügung stand.

  Der 1. Vorsitzende W. Kirgis wies seine Vorstandsmitglieder mit aller Eindeutigkeit darauf hin, dass mit der Gründung des Vereins auch neue Aufgaben übernommen wurden.
>> Es gehe nicht an, dass man Aufgaben übernehme und sie dann nicht ausübe. Die Probleme der Zukunft könnten nur dann bewältigt werden, wenn alle gewillt seien, wie ein Mann an dem berühmten Strang zu ziehen. Wenn dies geschehe, sei ihm um die Weiterentwicklung des Vereins nicht bange. Jeder habe darauf zu achten, dass der Verein innerlich und äußerlich sauber bleibe. Es solle und dürfe von niemanden angenommen werden, dass Leute im Judo ausgebildet würden, um ihnen Gelegenheit zu geben, als Starke aufzutreten. Diesen sei in aller Deutlichkeit gesagt, dass sie nie und nimmer in unserem Verein Platz finden würden. Es solle versucht werden, mit den zur Verfügung stehenden Sportfreunden auf sportlichem Gebiet ein Wort mitzureden. Inwieweit dieses gelingen werde, solle der Zukunft überlassen sein <<.

 Aber schon stellte sich der erste Erfolg ein:
Bernd Möller wurde beim Pokalturnier des PSV Bochum Pokalsieger.
Außerdem hatten Manfred Ruland, Klaus Karpinski und Günter Kirgis durch eine Prüfung den
1. Kyu erreicht und waren somit berechtigt, den braunen Gürtel zu tragen.

 Walter Kirgis ( Mitte ) mit seinen Mannen im Jahr 1958