1959

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 Für den jungen Verein begann am 17. Januar 1959 die Kreismeisterschaft. Wenngleich sich der Neuling nicht viel erhofte, so sollte doch bei jedem Kampf das Beste gegeben werden. Es war bekannt, dass den ersten vier der Tabelle der Aufstieg in die Landesliga winkte. Mit einem Auge sollte diese Möglichkeit festgehalte werden. Eventuelle Niederlagen sollten den Ansporn geben, in zäher, nicht ermüdender Trainingsarbeit die sportlichen Leistungen des Vereins derart zu steigern, dass sie schließlich doch der Garant für den Erfolg werden. Auch eine Niederlage konnte eine Etappe des Sieges sein.

  Die Kreismeisterschaft in Hagen endete mit einem Paukenschlag. Der Turniersieger hieß 1. Judo und Jiu-Jitsu-Club Bochum 1958 e.V.
Am 31. Januar errang der Verein seinen zweiten Erfolg. Die Mannschaften vom JC Dortmund,   JC Iserlohn und PSV Bochum wurden in überzeugender Manier besiegt. Die Presse wurde auf den jungen Verein aufmerksam, welcher unbesiegt die Tabelle anführte.
Am 17. Februar gewann die Mannschaft des 1. Judo und Jiu-Jitsu-Clubs Bochum 1958 e.V. in Hagen gegen Westhausen und Herne, sodass die Tabellenführung gefestigt wurde. Die Anwartschaft auf die Erringung des Kreismeistertitels wurde geltend gemacht.
Der nächste Erfolg wurde am 01. März in Dortmund errungen. Bernd Möller konnte nach einem beschwerlichen Weg in der Klasse bis 75 Kg Kreismeister werden.
Der 22. März war wieder ein Siegeszug. Siege wurden gegen den BSV Dortmund, JC Dortmund  und JC Siegen erkämpft.
Kreismeister wurde am 05. April Günter Kirgis im Schwergewicht.

  Der Höhepunkt der bisherigen Vereinsarbeit war der 31. März. Für diesen Tag wurde eine japanische Auswahl verpflichtet. Gegen diese Mannschaft ( alles Danträger ) konnte ein beachtliches  Ergebnis von  8 : 6 Punkte errungen werden.  In  der Presse war zu lesen, dass dem 1. Judo und Jiu-Jitsu-Club Bochum 1958 e.V. bescheinigt werden müsse, dass diese Veranstaltung in allen Belangen mustergültig abgewickelt worden sei. Sie war eine erstklassige Werbung für den Judosport sowie für die eigene Vereinsarbeit.

  Pausen wurden nicht eingelegt. Klaus Karpinski und Günter Kirgis erkämpften sich bei den Landes-Einzelmeisterschaften in ihren Gewichtsklassen jeweils einen achtbaren 3. Platz. Der zweite Platz hätte zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften berechtigt.

  Dass das Glück jedoch nicht immer hold war, wurde am 21. Juni in Dortmund - Marten bewiesen. Beim Ausscheidungskampf zur Landesliga stand nur eine geschwächte Mannschaft zur Verfügung. Der Mannschaftskampf gegen Herne konnte dem eigenen Konto gutgeschrieben werden. Jedoch wurde der wichtige Kampf gegen Marten verloren und die Teilnahme an der Landesmeisterschaft war dadurch nicht mehr möglich.

  Am 27. September fand in der Sporthalle ein anderes großes Ereignis statt. 62 Kinder und Jugendliche unterzogen sich einer Kyu-Prüfung. Jedoch konnten nicht alle bestehen.

  Ein weiterer großer Tag in der Vereinsgeschichte war der 04. November. An diesem Tage wurde der 1. Judo und Jiu-Jitsu-Club Bochum 1958 e.V. in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bochum unter der Nr. 709 eingetragen. Hiermit war dem Vorstand die Möglichkeit gegeben, auftauchende Schwierigkeiten auch rechtlich vertreten zu lassen.

  Für den Kampf einer Kreisauswahl  gegen eine Mannschaft der britischen Rheinarmee waren am 21. November Peter Michels und Günter Kirgis nominiert. In Iserlohn gewannen beide Vereinskämpfer überzeugend und trugen wesentlich zum Gesamtsieg der Kreisauswahl bei.

  Im November wurde die erste Bochumer Stadtmeisterschaft im Judosport vom 1. Judo und Jiu-Jitsu-Club Bochum 1958 e.V. ausgerichtet. Die besten Kämpfer, Peter Michels, Klaus Karpinski und Friedrich Beck errangen die Titel für den Verein.

  Die Judo-Europameisterschaft fand im Mai in Amsterdam statt. Im Verein war man interessiert, über welche Techniken die großen Judoka in Europa verfügten. Man entschloss sich dieser Veranstaltung als Zuschauer beizuwohnen. Am Veranstaltungsmorgen fuhr man im Konvoi mit sage und schreibe 52 Fahrzeugen in die Niederlande. Unser Gründungsvorsitzender Walter Kirgis erinnerte sich noch im Jahr 1990, im Alter von 75 Jahren, an diesen Tag und sagte dazu: >> Es war ein tolles Erlebnis <<.

 


Erinnerungen aus dem Jahr 1959
Unser Jugendtrainer Reinold Schroub mit seinem Nachwuchs